Urlaub auf Pump – Traumreise finanzieren oder besser sparen?

Sonne, Strand und Palmen – so sieht für viele der Traumurlaub aus. Urlaubsreisen können aber schnell mal mehrere Tausend Euro kosten, besonders wenn das gewünschte Ziel weit in der Ferne liegt. Die vermeintliche Lösung? Den Urlaub auf Pump, also durch einen Kredit oder per Ratenzahlung zu finanzieren. Warum das nicht nur Vorteile hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt:

Urlaub auf Pump: Welche Möglichkeiten gibt es?

Urlaub auf Pump ist keine neue Erfindung. Mit dieser Art der Urlaubsfinanzierung werben Reiseveranstalter schon seit Jahrzehnten. Jeder Reiseveranstalter offeriert andere Konditionen, um die Raten für die Traumreise abzustottern. Doch nicht alle bieten diese Möglichkeit an – viele der Veranstalter distanzieren sich bewusst von dem Modell „Urlaub auf Pump“ und das hat gute Gründe.

Immer mal wieder liest man von Reiseveranstaltern, die Urlaubsfinanzierungen anbieten. Das Unternehmen Thomas Cook, das 2019 Insolvenz anmelden musste, galt lange als Vorreiter, was das betrifft. Wer seinen Urlaub finanziert, schließt in der Regel vor der Buchung einen Finanzierungsvertrag mit dem Reiseunternehmen und zahlt den Betrag dann in sechs bis zwölf Monaten ab. Die Rate können die Verbraucher oft selbst bestimmen; die erste fällt meist im Monat nach Reiseantritt an. Doch natürlich ist so ein Entgegenkommen nicht umsonst – es können Zinskosten von über 10 Prozent und weitaus mehr dazu kommen! Mindestvoraussetzung für einen solchen Kredit: eine einwandfreie Schufa. Die Reiseunternehmen wollen natürlich sichergehen, dass die Raten vollständig bezahlt werden können.

Seit 2019 bietet Expedia in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsanbieter Klarna ein besonders beliebtes Modell zur Reisefinanzierung an, das vor allem von jüngeren Urlaubsreisenden genutzt wird. Klarna-Kunden können die Option „Später bezahlen“ wählen. Dadurch können Zahlungen bis zu 2 Monate nach der Buchung aufgeschoben werden. Auch ein Ratenkauf ist bei Klarna möglich. Bis zu 24 Monate kann man sich dann Zeit lassen, um den Urlaub zu bezahlen. Achtung: Auch hier werden Zinsen verlangt. Der Sollzins liegt momentan bei 11,95 Prozent. Zusätzlich verlangt Klarna eine Gebühr von 0,45 Euro pro Monat, was einen effektiven Jahreszins von ganzen 14,79 Prozent ergibt.

Pro und Contra

So ein Zahlungsaufschub ist auf den ersten Blick natürlich praktisch, gerade wenn das Budget begrenzt ist und man nicht sein letztes Geld für die Reise ausgeben mag oder kann. Soziale Medien wie Instagram können dafür sorgen, dass man sich einem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sieht, mit schönen Urlaubsfotos mithalten zu können. Mit einer exklusiven Reise will man sich dann nicht nur etwas gönnen, sondern vielleicht auch zeigen, dass man sich so etwas leisten kann – obwohl dem vielleicht nicht so ist. Oder man hat einfach nur das Gefühl, das Gleiche zu brauchen, was auf Insta und Co. suggeriert wird: Über Weihnachten nach New York, Silvester auf Dubai und die Hochzeitsreise muss mindestens auf die Seychellen gehen. Klar darf man sich etwas gönnen – die Frage ist, ob es vielleicht auch eine andere Lösung gibt, die nicht nur happy macht, sondern auch den Geldbeutel schont.

Eine unbeschwerte Reise ist zwar erholsam und besondere Momente unbezahlbar – Fakt ist aber, sobald man den Koffer wieder ausgepackt hat, kommen auch die Alltagsprobleme schnell wieder zurück. Und damit auch das böse Erwachen, wenn die Raten und Zinskosten schwerer auf den Schultern lasten, als noch anfänglich gedacht. Man sollte sich also vorher ganz genau überlegen, wie viel man insgesamt für eine Reise ausgeben möchte und sich einen festen finanziellen Rahmen setzen, der nicht überzogen wird. Wenn man sich sicher ist, eine Urlaubsreise finanzieren zu wollen und sich über die Zusatzkosten, die damit einhergehen, im Klaren ist, kann es sinnvoll sein, einen günstigeren Ratenkredit bei der Hausbank anzufragen, bei dem die Zinslast nicht so hoch ist.

Auf den langersehnten Urlaub zu sparen ist natürlich immer noch die sicherste Variante, um nicht in die Schuldenspirale zu geraten. So vermeidet man außerdem, dass man noch die vergangene Urlaubsreise abbezahlt, obwohl man schon längst wieder urlaubsreif wäre. Auf diese Weise können sich Schulden schnell summieren und der Überblick über die eigenen Finanzen geht flöten. Notfalls ist es immer noch die bessere Variante, sich von Familie und Freunden etwas zu leihen und die Rückzahlungskonditionen vorher zu besprechen. Dadurch vermeidet man auch, einen negativen Schufa-Score zu kassieren.

Fazit:

Urlaub auf Pump – klingt wie eine harmlose Angelegenheit, die sich allerdings schnell als Schuldenfalle herausstellen kann. Es gilt, ganz genau abzuwägen, ob man dazu bereit ist, die Zusatzkosten einer Finanzierung tragen zu wollen. Sonst kann auf die kurzfristige Erholung schnell das böse Erwachen folgen.

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