Vor- und Nachteile einer Umschuldung

Bei einer Umschuldung wird ein bestehender Kredit (oder auch mehrere) in einen neuen Kredit überführt. Mit dem neuen Kredit wird dann die offene Kreditsumme des alten Kredits oder bei mehreren Altkrediten die offene Gesamtsumme abbezahlt. Es geht dabei also um die Tilgung bereits bestehender Schulden.

So genannte Umschuldungskredite sind kein neues Phänomen, sondern gehören zu den häufigsten Verwendungszwecken von Krediten in Deutschland. Eine derartige Umschuldung kann sich lohnen, da viele Kredite aktuell zu besseren Konditionen erhältlich sind als noch vor einigen Jahren. Auf diese Weise mag es logisch sein, teure Altkredite durch neuere mit besseren Zinskonditionen zu ersetzen.

Manche Verbraucher sehen in solchen Umschuldungskrediten gar einen Ausweg aus der Schuldenspirale, da diese eine einfache und komfortable Entschuldung versprechen. In manchen Fällen kann das jedoch ein Trugschluss sein und sich die Schuldensituation eher noch verschlechtern. In diesem Artikel erklären wir daher, was Sie bei Umschuldungskrediten beachten müssen und wann es bessere Alternativen zur Umschuldung gibt.

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Inhalt

Vorteile:

  • Alle Verbindlichkeiten in einem Kredit
  • Niedrigere Zinskosten
  • Verbesserung der Bonität

Alle Verbindlichkeiten in einem Kredit

Ratenkredite lassen sich oftmals relativ problemlos vorzeitig ablösen. Ein Wechsel zu einem neuen Kredit kann sich lohnen, wenn der Altkredit einen hohen Zinssatz mit sich bringt. Ein neuer Kredit verspricht meist bessere Konditionen und kann Sie dadurch finanziell entlasten. Zu beachten ist jedoch, dass bei der Ablösung des alten Kredits zusätzliche Kosten wie zum Beispiel durch eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung entstehen können.

Wenn man mit einem einzelnen Kredit alle ausstehenden Restschulden tilgt, kann das selbstverständlich Vorteile mit sich bringen. Die Anzahl der bisherigen Verbindlichkeiten spielt dabei keine Rolle. Durch die Umschuldung auf einen neuen Kredit erhalten Sie eine bessere Übersicht über Ihre Finanzen und damit auch Komfort, da nur noch eine einzelne Rate monatlich beglichen werden muss. Dies bringt mehr Planbarkeit mit sich und erleichtert beispielsweise auch einen Kontowechsel.

Niedrigere Zinskosten

Aktuell sind Zinsen so niedrig wie nie, weshalb eine Entschuldung durch einen günstigen Umschuldungskredit besonders lohnenswert scheint. Altkredite können schnell mal auf einen Zinssatz von über 6 Prozent kommen, während aktuelle Kredite schon ab 2 Prozent zu haben sind. Allerdings orientiert sich der genaue Zinssatz auch an der persönlichen Bonität und der Laufzeit des Kredites.

Die sogenannte Zweckbindung kann außerdem zu etwas besseren Kreditkonditionen verhelfen. Das bedeutet, dass Kreditgeber oftmals günstigere Konditionen vergeben, wenn ihnen der Verwendungszweck des Kredits bekannt ist. Dies ist bei Umschuldungskrediten eindeutig der Fall, da bei der Umschuldung die Verbindlichkeiten nicht erhöht werden, sondern lediglich verlagert. Der Schuldenbetrag bleibt also nahezu gleich. Der Umschuldungskredit wird folglich zur schnelleren Entschuldung verwendet. Dies ist beispielsweise sinnvoll, um ein negatives Girokonto auszugleichen, ohne hohe Dispo-Zinsen von 12 Prozent und mehr tragen zu müssen. Ein Umschuldungskredit ist hierbei oft günstiger als der herkömmliche Dispo-Kredit. Auch bei Krediten mit einer besonders langen Laufzeit, wie zum Beispiel bei Bau- und Immobilienkrediten, die üblicherweise hohe Zinsen mit sich bringen, sind neue Kredite, die zur Umschuldung verwendet werden, meist günstiger.

Verbesserung der Bonität

Ein weiterer Vorteil, der durch die Bündelung von Altkrediten in einen neuen Umschuldungskredit entsteht, ist die Verbesserung der persönlichen Bonität. Dies kommt dadurch zustande, dass das statistische Ausfallrisiko, das bei der Beanspruchung von Krediten berechnet wird, geringer ausfällt, je weniger Kredite beansprucht werden. Indem also lediglich eine Verbindlichkeit abbezahlt wird (der Umschuldungskredit), wird das statistische Ausfallrisiko minimiert, was der Bonität zugutekommt.
Anders gesagt: Es wird als riskanter eingestuft, mehrere Kredite gleichzeitig zu bedienen. Ein einzelner Kredit wirkt sich grundsätzlich positiver auf den persönlichen Schufa-Score aus als mehrere Kreditverbindlichkeiten, die nebeneinander laufen.

Nachteile:

  • Zusätzliche Gebühren
  • Kosten für den Altkredit
  • Restschuldversicherung
  • Dauer der Entschuldung

Zusätzliche Gebühren

Mit einem neuen Kredit fallen auch neue Gebühren und Kosten an. Dazu zählen neben den Zinsen auch Bearbeitungsgebühren oder Vermittlungskosten. Es empfiehlt sich daher unbedingt, nicht nur die Zinssätze des alten und des neuen, zur Umschuldung verwendeten Kredits zu vergleichen, sondern alle Kosten gegenüber zu stellen, damit sich die Umschuldung auch wirklich lohnt. Vor allem wenn die Kreditlaufzeit des alten Kredits schon sehr weit fortgeschritten ist, können die Kosten des neuen Kredits die ursprüngliche Tilgungssumme schnell übersteigen.

Kosten für den Altkredit

Nicht nur die Kosten für den neuen Kredit müssen genau abgewogen werden – auch für die Ablösung des alten Kredits können zusätzliche Gebühren erhoben werden, die einkalkuliert werden müssen. Bearbeitungsgebühren werden grundsätzlich einbehalten, auch wenn Sie den Kredit vorzeitig abbezahlen sollten oder im Falle einer Umschuldung ablösen. Diesen Betrag sollten Sie in jedem Fall mit in die Gegenüberstellung von Alt- und Neukredit mit einbeziehen und den Vorteilen einer Umschuldung gegenüberstellen.

Außerdem sollten Sie prüfen, ob im Darlehensvertrag des Altkredits eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung vorgesehen ist. Mit der Vorfälligkeitsentschädigung versuchen Kreditgeber, vorzeitige Kündigungen von Krediten zu verhindern, indem Sie eine Entschädigung verlangen, falls ein Vertrag vorzeitig gekündigt wird. Auch die Kosten, die hierbei entstehen, sollten Sie in Ihre Überlegung bei einem Wechsel zu einem Umschuldungskredit mit einbeziehen.

Restschuldversicherung

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn mit den Altkrediten Versicherungen mit abgeschlossen wurden, wie es zum Beispiel bei Baudarlehen vorkommt. Diese Versicherungen werden als zusätzliche Sicherheit von der Bank verlangt und springen dann ein, falls ein Kreditnehmer arbeitslos wird oder verstirbt. In diesem Fall tilgen die Versicherungen die Restsumme.

Auch hier haben Sie keinen Anspruch auf die schon getätigten Versicherungsbeiträge. Zudem ist es nicht immer möglich, diese Restschuldversicherungen in einen neuen Kredit zu überführen, sodass eine neue Versicherung abgeschlossen werden muss, wenn Sie einen Umschuldungskredit in Anspruch nehmen. Hier lauern also weitere Kosten, die bedacht werden müssen.

Dauer der Entschuldung

Zu beachten ist, dass eine Entschuldung durch eine Tilgung per Umschuldungskredit je nach Laufzeit eine gewisse Zeit dauern kann. In manchen Fällen ist beispielsweise eine Privatinsolvenz samt anschließender Schufa-Periode deutlich kürzer. Vor allem bei einer hohen Schuldensumme sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Umschuldungskredit abbezahlen können. Scheuen Sie sich daher nicht, eine Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen, bevor Sie sich für eine Umschuldung entscheiden.

Fazit:

Bevor sie einen Umschuldungskredit in Anspruch nehmen, vergleichen Sie unbedingt die Konditionen und vergessen Sie nicht, die Kosten des Altkredits einzubeziehen. In manchen Fällen kann es sich lohnen, statt einer Umschuldung eine Privatinsolvenz in Betracht zu ziehen. Der Vorteil einer Privatinsolvenz ist, dass Ihnen ein gewisser pfändungsfreier Betrag bleibt, der Ihre Existenz sichert.

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